Wundermittel, die Dritte

Meine größte Challenge beim Umzug ist es ein Ofenblech sauber zu bekommen, das in meiner Erinnerung schon strahlendere Zeiten erlebt hat. Und ich hab mir eingebildet es muss doch einen Weg geben so ein Teil wieder hinzubekommen.

Zur Überzeugung jeden Ofen wieder sauber zu bekommen, kam ich in meiner letzten WG, in der das Backrohr in nie gekannter Reinheit erstrahlte, nachdem ich es mit K2R Reinigungsschaum verwöhnt hatte. Die Resultate haben mich echt aus den Socken gehauen. Kein Wunder also, dass ich mir gedacht habe, das Blech schaffe ich mit links! Na ja, so viel sei gesagt: die Realtität hat mich sehr schnell eingeholt.

Nach dreifacher Behandlung durch den K2R Reinigungsschaum (über Nacht mit Frischhaltefolie einwirken lassen) hat sich wenig bis gar nichts getan. Es war als hätte sich das Fett mit dem Blech verbunden und wäre zu einem schwarzen Lack geworden.

Immerhin war das Blech nicht mehr klebrig :-/. Jetzt mussten schwerere Geschütze aufgezogen werden. Ich pilgerte also in den Müller und studierte minutenlang das Putzschwämme und -tücher-Regal, um beim Spontex Brillant fündig zu werden. Waui, ein Metallpad, das verspricht selbst Gläser nicht zu zerkratzen – ich hörte Engelschöre in meinem Kopf, ein weiteres Wunder der Putzforschung lag in überirdischem Glanz in meinen Händen. Ob dieses Pad allerdings wirklich halten würde was es versprach, wagte ich zu bezweifeln. Ich verrate euch aber vorab: Das tut es! Kein Kratzer, aber super Putzkraft!

Nach weiterem Geschrubbe wurde aber klar: Leider war es immer noch nicht genug. Es trat der Viss PowerPro Naurals Küche Aktiv-Fettlöser, was für ein Name, auf den Plan. Mit sage und schreibe null Erfolg.

Jetzt musste meine geheimste Geheimwaffe kontaktiert werden: „Mamaa, i hab da a Probleeeem…!“

FullSizeRender (2)So sah das Blech trotz mehrfacher Hardcore-Schrubb-Aktionen aus.

Beim sonntäglichen Besuch wurde also die heimische Putzküche geplündert und mit Dr. Beckmann Aktiv-Gel zur Tat geschritten.  Das Fazit: Die eingebrannten Flecken waren einfach nicht wegzubekommen, aber immerhin vollkommen und ganz und gar fett- und schmutzfrei. Die Flecken verhielten sich wie Lack!

Die Verzweiflung fiel uns also anheim und Schwerstgeschütze wurden aufgefahren: Stahlwolle und Ceranfeld-Kratzer. Also von der Stahlwolle kann ich nur abraten, der Kratzer hat zumindest ein bisschen was gebracht.

Ich habe natürlich schon im Vorhinein meine Hausaufgaben gemacht und mich erkundigt, was so die besten Mittel am Markt für so ein Unterfangen wären. Dabei bin ich immer wieder auf den Prowin Backofenreiniger gestoßen. Da das Mittel aber, wie Tupperware, nur auf Partys erworben werden kann, habe ich davon abgesehen.

Bis zu diesem Zeitpunkt, am Punkt ohne Wiederkehr, an dem schon alles egal war. In einer möglicherweise hirnrissigen Nacht und Nebel-Aktion kaufte ich, um sündhaft teueres Geld, ein Kombipaket aus ProWin Backofenreiniger, Hurricane Pad und Pinsel. Still hoffend nicht zig Euros in den Sand gesetzt zu haben, wartete ich auf mein Paket. In die vielen begeisterten Reviews, die ich über den Reiniger fand, haben sich nämlich hin und wieder starker Kritiker geschlichen, die der Meinung sind, dass das jeder andere Reiniger auch könnte. Und dann ist es soweit:

Yay, Paket ist da und alles ist drin! Also sofort ausgepackt und rauf die Schmierage! Das semitransparente Gel wird mit einem Pinsel und Handschuhen (!!!Das Zeug ätzt!!!) aufgetragen. Im Anschluss Frischhaltefolie drauf, damit das Gel nicht austrocknet. Ich habe drei Durchgänge gemacht. Nach dem Ersten war ich nicht sonderlich begeistert. Bis ich die Vergleichsfotos angeschaut habe. Aber seht selbst:

image1

Vor dem ersten Durchgang

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Nach dem ersten Durchgang (Einwirkzeit: ca. 9h) Woa, da geht was weg!

image5

Nach dem zweiten Durchgang (Einwirkzeit: ca. 13h)

FullSizeRender (3)

Nach dem dritten Durchgang (Einwirkzeit: ein voller Tag)

IMG_0462

Strahlende Sieger *___*

Ich kann nur sagen, das Teil ist unglaublich! Ich habe so viele Reiniger probiert und es ist nichts,  nichts mehr runtergegangen, trotz laaanger Einwirkzeiten und Stahlschwamm und allem und dann kommt prowin und es geht doch. Es hat aber drei Tage gebraucht, um dieses Ergebnis erzielen zu können. Aber das Gel runterwaschen, kurz reinigen, neues Gel und Folie drauf verteilen, ist eine Angelegenheit von 5 Minuten. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt 🙂

Schöne Grüße

Franziska

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4 Kommentare zu “Wundermittel, die Dritte

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